Studien

Personalisierte Interventionsgruppe (PING) mit Hilfe von Symptomnetzwerken

Viele Jugendliche warten lange auf einen Therapieplatz. Und selbst wenn sie Hilfe bekommen, passt die Behandlung nicht immer gut zu ihren persönlichen Schwierigkeiten. Denn jeder erlebt psychische Belastungen anders: Manche fühlen sich oft traurig, andere sind sehr gereizt oder wütend, schlafen schlecht oder haben Streit mit Freund:innen.
Solche sichtbaren Anzeichen seelischer Belastungen nennt man Symptome. Eine Therapie hilft, jedoch nicht immer allen gleich gut.

Ein neuer Ansatz, den wir mit dieser Studie erforschen

In unserer Forschung entwickeln und testen wir einen ganz neuen Weg, um psychische Schwierigkeiten bei Jugendlichen besser zu verstehen – und gezielter zu behandeln. Dabei schauen wir nicht nur auf einzelne Symptome, sondern darauf, wie diese sich gegenseitig beeinflussen – wie in einem persönlichen Netzwerk.

Ein Beispiel:

 

Dieses Netzwerk, also die Zusammenhänge zwischen den Symptomen, sieht bei jedem ein bisschen anders aus. Deshalb nutzen wir zwei Möglichkeiten um das persönliche Netzwerk einer Person zu erkennen:

  • Gespräche, in denen Jugendliche erzählen, wie sie ihre Symptome erleben und wie sie miteinander zusammenhängen.
  • Eine App, über die Jugendliche mehrmals am Tag kurze Fragen beantworten. So sehen wir, wie sich ihre Gefühle und Symptome im Alltag verändern und gegenseitig beeinflussen.

Aus beiden Informationen entsteht ein individuelles Symptomnetzwerk – eine Art Landkarte der eigenen Belastungen. Gemeinsam wählen wir daraus die wichtigsten Bereiche aus, an denen die Jugendlichen arbeiten möchten.

 

Gruppenangebot zur Überbrückung der Wartezeit

Da dieser Ansatz neu ist, untersuchen wir gerade, wie gut er funktioniert.
Deshalb gibt es zwei Möglichkeiten für Jugendliche, die bei uns auf einen Therapieplatz warten:

Ein Teil kann direkt nach der Netzwerkerstellung an einem Gruppenangebot teilnehmen und mit den über das Netzwerk ausgewählten Themen arbeiten und die Wartezeit überbrücken.
Ein anderer Teil erstellt ebenfalls das Netzwerk und hat zu einem späteren Zeitpunkt noch die Möglichkeit, an der Gruppe teilzunehmen, sofern die Therapie dann noch nicht begonnen hat.
Das Ziel von PING:
Psychotherapie für Jugendliche früher zugänglich, persönlicher, wirksamer und hilfreicher zu machen.

Projektleitung: Jun. Prof. Felix Vogel, Dr. Anke Sonnenschein, Prof. Dr. Stefanie Jungmann

Fragen zum Projekt: fvogel@uni-mainz.de

 

Hier gibt es die Teilnehmerinfos und Einverständniserklärungen zum Download:

Teilnehmerinfos für Jugendliche   Teilnehmerinfos für Sorgeberechtigte

 

 


 

 


Online-Studie für Kinder und Jugendliche (8-15 Jahre) zur Körperwahrnehmung

Online-Studie für Kinder und Jugendliche (8-15 Jahre) zur Körperwahrnehmung
Derzeit führen wir eine Online-Studie bei Kindern und Jugendlichen (8-15 Jahre) zur Körper- und Schmerzwahrnehmung durch. Wir validieren einen Fragebogen, welcher Gedanken und Erwartungen zum eigenen Körper erfasst.
Die Studie dauert ca. 15 Minuten. Die Teilnahme ist freiwillig und anonym. Als kleiner Bonus werden Kinogutscheine verlost.